Benjamín Labatut

Benjamín Labatut wurde am 16.9.1980 in Rotterdam geboren. Er ist der Sohn eines chilenischen Akademiker-Ehepaares mit italienischen Wurzeln mütterlicherseits. Er hat die niederländische und die chilenische Staatsbürgerschaft. Seine Kindheitsjahre verbrachte er in Den Haag, Buenos Aires und Lima. Als Elfjähriger zurück in den Niederlanden, besuchte er dort eine britische Schule, wodurch ihm das Englische als Lese- und Schreibsprache ebenso vertraut wurde wie seine spanische Muttersprache. Erst als 14-Jähriger siedelte er mit seinen Eltern in sein Ursprungsland Chile über, wo er heute noch lebt. Nach einem Publizistikstudium in der Hauptstadt Santiago schlug er sich als Journalist durch, bis er sich mit 30 Jahren ganz dem literarischen Schreiben zuwandte.

*  16. September 1980

von Catrina Rita

Essay

Benjamín Labatut gehört zu einer neuen Generation von lateinamerikanischen Autoren und ist mit dem Erfolg seiner Erzählwerke „Das blinde Licht“ (2020) und „MANIAC“ (2023) zu internationaler Berühmtheit gelangt. Seine Romane handeln von den Erkenntnissen und Schaffenskrisen großer Mathematiker und Naturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts und legen die Auswirkungen ihrer Erfindungen auf das Weltgeschehen und die heutige Lebensrealität der Menschen dar. Im Mittelpunkt steht die Faszination der Forscherpersönlichkeiten für das Unfassbare – im All und im Atom –, das sie entschlüsseln wollen. Indem die Texte deren Hypothesen ...